Evaluierung zur Ausstellung Dämonen und Neuronen

Fundierte und wirksame Anti-Stigma Arbeit ist eines der wichtigsten Ziele der Eckhard Busch Stiftung Köln. Daher bestand großes Interesse und Neugier, die Wirkung der Ausstellung „Dämonen und Neuronen“ in Köln zu untersuchen. In Kooperation mit der Universität zu Köln, nahm Pia Blase eine Wirkungsevaluation der Ausstellung vor, mit dem Ziel, die Effekte der Ausstellung auf die Stigma-Ausprägung der Besucherinnen und Besucher zu untersuchen. 

Die Ergebnisse dieser Evaluation basieren auf den freiwilligen Angaben von 600 Besuchern, von denen jeweils die Hälfte einen Fragebogen vor und die andere Hälfte einen Fragebogen nach dem Besuch der Ausstellung beantwortete. Grundlage des verwendeten Fragebogens bilden etablierte Stigma-Fragebögen zu sozialer Distanz und Interventionsempfehlungen, wie sie auch in einschlägigen Studien verwendet werden.

Bemerkenswertes Ergebnis der Evaluation ist die Verringerung der sozialen Distanz zu psychisch kranken Mitmenschen nach dem Besuch der Ausstellung. Soziale Distanz lässt sich über Fragen messen und gibt einen Hinweis darauf, inwiefern Menschen Distanz zu bestimmten Gruppen aufbauen, da sie ihnen unangenehm sind. Das heißt, Besucher, die nach dem Besuch von „Dämonen und Neuronen“ befragt wurden, hatten weniger den Wunsch nach Distanz zu Menschen, die an Schizophrenie leiden, als Besucher, die die Ausstellung noch nicht besucht hatten und vorab befragt wurden. 

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen finden Sie hier

Dieses Ergebnis ist ein Hinweis auf die Wirkung der Ausstellung im Kontext der Anti-Stigma Arbeit.

Wir möchten uns bei allen von Herzen bedanken, die durch das Ausfüllen der Evaluierungsbögen dazu beigetragen haben, die Ausstellung in ihrer Gesamtheit noch besser beurteilen zu können.